Alienware 15 r2

Hey ho,

Zeit mal wieder etwas neues zu schreiben. Björn meinte ich sollte mal ein Review über mein neues Notebook schreiben. Und ja sicher er hat recht.

Ich habe mir in Anbetracht der Tatsache, dass mein eigener Rechner am Ende seine Lebenszeit angekommen ist, dafür entschieden ein Laptop zuzulegen. Warum? Nun ich bin Allergiker und wir haben uns eine Katze angeschafft auf die ich leider nun doch allergisch reagiere aller Voraussagen zum Trotz. Und ein Laptop kann ich mitnehmen wohin ich will. Aber es sollte nicht nur ein einfaches Gerät sein, denn ich spiele doch ganz gerne mal den ein oder anderen Shooter. Die Auswahl fiel mir nicht leicht, zuerst habe ich über das kleine 15″ MacBook Pro nachgedacht aber er ist doch im Vergleich zu vielen anderen Geräten recht schwach auf der Brust. Dann standen die ROG Geräte von Asus und die MSI GE/GS62 auf der Liste und die DELL XPS Reihe oder halt das Alienware. Das Alienware ist ein Klotz zugegeben, aber ich habe mich am Ende dafür entschieden, ich wollte schon immer ein Alienware haben, aber das war am Ende nicht der Grund. Nach diversen Forenbesuchen und Videos die ich mir zugeführt habe bin ich halt beim Alienware gelandet.

Die Daten von meinem Laptop sind folgende:

  • 15,6″ IPS Display
  • Intel Skylake Core I7 6700k
  • 8 gig ram
  • Killer Ethernet und AC WiFi
  • 256 gb m.2 SSD
  • 1 TB HDD
  • NVidia GTX965M
  • 3x USB3, 1 USB-C, SD Cardreader, HDMI, Ethernet, proprietärer Anschluss für den externen Alienware Grafikbeschleuniger, 3,5 mm Audiojack in und out
  • Win8.1 Update auf Win 10

Der Kostenpunkt für den ganzen Kram lag inklusive Versand bei 1740 € , das ist eine ordentliche Hausnummer im Vergleich zu meinem tatsächlichen Budget. Ich bin etwa 250€ über das Ziel hinausgeschossen, aber verglichen mit den MacBooks bin ich leistungsmäßig weit darüber und die MSI oder ROG wären im selben Ausstattungsbereich ähnlich teuer gewesen. Soviel also zu den Daten.

Kurz eine Beschreibung zu dem Gerät. Das Ding ist ein Monster. Es ist doppelt so hoch wie ein MacBook Pro hat kein UHD oder Retina Display, aber das 1080p IPS Display ist genial. Das Notebook wiegt etwas über 3 Kilogramm, was im Vergleich zu vielen anderen echt nicht leicht ist, aber die Qualität ist genial. Die Tastatur ist gut akzentuiert, das Display stellt Super dar, das Touchpad ist genial, und die individuell einstellbare Beleuchtung ist echt der Hit. Das Notebook hat 5 Macrotasten, die individuell und 3fach belegt werden können. Leider war ab Auslieferung kein Windows 10 installiert, das musste ich selber nachholen. Die neueren Geräte sollten das direkt dabei haben ab Werk. Sämtliche Kanten und Ecken sind weich und gut verarbeitet. Die Oberfläche ist leicht gummiert, damit man nicht abrutscht und ein angenehmes Gefühl hat. Den Intel I7 Sticker hätten sie sich sparen können, wer ein Alienware hat zeigt schon allein durch die leuchtenden Alienköpfe was man man besitzt.

Die Leistung des Geräts ist im Vergleich zu allen Rechnern, die ich bisher besessen habe überirdisch. Im Vergleich zum teuersten 15 Zoll Mac Pro sind wir gut drüber obwohl dies nicht die stärkste verfügbare Konkurrenz war. Benchmarkwerte halte ich für überflüssig (es gibt Screenshots dazu im Anhang des Reviews), aber sagen wir so etwa 20% über der Leistung eines 2700€ Macpro sind wir und ob sich 1000€ allein durch Gehäuse und Bildschirm erklären lassen ist fraglich, zumal das IPS im Alienware 98% Adobe RGB Abdeckung liefert, was gerade für Foto und Videobearbeitung absolut genial ist. Ebenfalls hervorheben möchte ich die Akkuleistung des Geräts. Ja das Netzteil ist riesig aber es kann den Akku von 0 auf 100 in etwas weniger als anderthalb Stunden laden und der liefert 240 Wh Leistung, bedeutet selbst im Spielbetrieb auf Reisen ohne Netzteil wenigstens anderthalb Stunden Spielspaß bei 50% Bildschirmhelligkeit. Videowiedergabe und Non3D Anwendungen laufen über die Intel IRIS Grafikkarte, die in der CPU integriert ist. Durch dieses SOC System wird die Laufzeit außerhalb von Spielen gerne mal 8h bei voller Multimediawiedergabe und etwa 40% Bildschirmbeleuchtung. Der Bildschirm selber ist relativ blickstabil, auch wenn er leicht spiegelt ist die Nutzung selbst bei Sonnenlicht problemlos möglich.

Was bleibt zu erwähnen?
Ich hatte Probleme mit dem Laptop nach der Win10 Installation. Was ist passiert? Gute Frage, aber der Dell-Support hat mir hier ausgeholfen. Ich habe ein Beta BIOS bekommen und BETA Treiber für den Kionix Freefall Sensor, seitdem funktioniert fast alles einwandfrei. Fast? Jep fast, meine Antivirus Software, namentlich Bitdefender, verhindert immer mal wieder den WakeUp aus dem Standby.

Außerdem kämpfe ich noch mit einem Windowsseitigen Problem, vielleicht kann mir ja jemand von euch helfen. Ich habe hier ein 15″ Display bei 1080p, was die Schrift häufig sehr klein darstellt, deshalb habe ich Windows gesagt er soll generell alles auf 125% darstellen. Das funktioniert so weit ganz gut, dennoch einige Anwendungen wie Skype werden etwas unscharf dargestellt.
Das Gerät bleibt selbst im Spielbetrieb bei 3D Games relativ leise und wird auch nicht zu warm, aber man sollte es nicht ewig auf den Beinen liegen lassen. Es wird auf Dauer doch unangenehm und man verhindert so die korrekte Luftzirkulation, was den Rechner langsamer werden lässt oder unter Umständen einen Absturz hervorruft.

Kleinigkeiten?
Nun ja, die Lieferzeiten sind unterirdisch. Als Europäer ist man doch von vielen Versendern mittlerweile maximale Lieferzeiten von 1-2 Werktagen gewöhnt. Dell braucht dafür gerne mal 3-4 Wochen.
Der Service vor dem Erhalt des Geräts ist durchwachsen und danach leider auch. Die Servicezeiten sind grausam, wenn man mal die Chance hat werktags zwischen 9 und 17 Uhr anzurufen dann ist der Service sehr gut, kompetent und man erhält die benötigte Hilfe. Aber gerade, wenn man wie ich einen 9to5 Job hat ist es recht schwierig eben diesen Telefonsupport dann anzurufen und am Samstag, vom Sonntag reden wir gar nicht erst, gibt es gar keinen Support, der zudem von ausschließlich osteuropäischen Mitarbeitern betrieben wird.
Eine Sache ist mir noch sehr positiv aufgefallen. Das Ladegerät / Netzteil ist mit einem Kaltgerätekabel an der Steckdose angeschlossen, was bedeutet ich kann einfach überall wo ich das Gerät regelmäßig nutze ein Kaltgerätekabel hängen lassen. Ich weiß klingt nicht nach viel, aber hey nennt mir mal einen anderen Laptophersteller, der solche Kabel verwendet.
Auch eine Kleinigkeit aber in meinem Augen nicht zu unterschätzen, die Webcam schafft es mich ohne großes Rauschen aufzunehmen obwohl der Raum nahezu dunkel ist, nur das Display von dem Notebook und mein Fernseher beleuchten mich.
Ebenfalls positiv zu bewerten ist meiner Meinung nach, dass Dell hier verzichtet hat irgendwelche Bloatware zu installieren. Gut sie hätten bei dem Preis des Laptops direkt die Premium Version von Alien Respawn drauf packen können, aber die Basic tut es auch. Jegliche Software, die hier mitgeliefert wird erfüllt einen wichtigen Zweck (Farbsteuerung, Killer Networking Tool, Alien Respawn).
Ein wenig enttäuscht war ich darüber, dass es gar keinen Gamekey zu dem System dazu gab, zumal NVidia diese bei ihren normalen Grafikkarten ständig bei packt.

Ich habe nun doch einige Benchmarkergebnisse in der Galerie verlinkt, worüber ich mich immer noch wundere ist der geringe FPS Wert im OpenGL Bench von Cinebench. Ich vermute mal er verwendet tatsächlich nicht die NVidia Grafikkarte sondern die Intel IRIS, aber generell lässt sich sehr gut mit dem Gerät spielen. Die durchschnittliche FPS im Bioshock Infinite Benchmark bei Ultraeinstellungen auf 1080p liegt zwischen 60 und 70 FPS. Also Battlefront hier komme ich.

Fazit: Ich muss mich noch an die Tastatur gewöhnen, vor allem wenn es um Spiele geht, aber ich werde besser. Das Touchpad ist zum Spielen eher ungeeignet, wenn man von Civilization absieht. Der Rechner arbeitet gut als Entwicklungsmaschine für meine Fotos. Lightroom und Photoshop laufen hervorragend, Adobe Premiere habe ich noch nicht installiert, weshalb ich ein Video zu dem Alienware zu einem späteren Zeitpunkt erst veröffentlichen werde. Und zu allerletzt, Ja ich würde mir das kleine Biest jederzeit wieder kaufen und auch die Lieferzeiten könnte ich verkraften, nachdem ich den Stress von Björn mit Apple verfolgen durfte.